Geförderte Programme

Unsere geförderten Programme sind das Resultat von Bildungsinitiativen, die wir zusammen mit strategischen Partnern erarbeitet haben, um unsere Programme in neue Richtungen auszudehnen. Durch ein breites Spektrum an Initiativen – wie zum Beispiel Weiterbildungen für Lehrkräfte und Multiplikatoren, Schülerprogramme, Filmfestivals, hochwertige und multimediale Lehrpläne sowie Unterrichtseinheiten – versichern wir, dass unsere Arbeit vielschichtige Gruppen von SchülerInnen in ganz Deutschland und Europa erreicht.

LEAP

Programm: LEAP – Language Education through Arts Programming
Laufzeit: 15.07.2016 – 15.07.2018
Ort: NRW – Ruhrgebiet
Einschreibung: Öffen
Gefördert durch: Stiftung Mercator, Rational Games Inc.
Ausgerichtet für die Klassenstufen: 7-10
Gesucht: 14 Partnerschulen

Was ist LEAP?

LEAP (Language Education through Arts Programming) ist ein auf Kunst basierendes, ergänzendes Modell für den Englischunterricht an weiterführenden Schulen in Deutschland. Das LEAP-Pilotprojekt bezieht sich speziell auf NRW in den nächsten 24 Monaten. Durch die Kombination von Künstlern, die über eine Woche hinweg an den Schulen arbeiten, Weiterbildungen von Lehrkräften und einem Jugendfilmfestival werden mit dem Programm insgesamt 350 SchülerInnen und 28 Lehrkräfte an 14 öffentlichen Schulen erreicht.
LEAP ist eine von InterACT English in Zusammenarbeit mit Per Aspera e.V entwickelte Bildungsinitiative und wird gefördert durch die Stiftung Mercator und Rational Games Inc.

Zielgruppe

Das Ziel vom LEAP-Pilotprogramm ist es, SchülerInnen und Lehrkräften in NRW den Zugang zu Kunstprogrammen zu ermöglichen. Zur Zeit sind wir auf der Suche nach Partnerschulen im Ruhrgebiet, deren SchülerInnen ein breites Spektrum an unterschiedlichen sozioökonomischen und ethnischen Hintergründen repräsentieren.

Das Programm ist für eine Klasse (Klassenstufe 7-10) pro Partnerschule und den Fachbereich Englisch der Schule ausgerichtet. Auch Schulen die bisher wenig Erfahrung in der Zusammenarbeit mit externen Partnern oder noch kein etabliertes Kulturprogramm an ihrer Schule haben sind aufgefordert, sich bei uns zu bewerben. Das Programm steht zur Verfügung für Sekundarschulen, Hauptschulen, Realschulen, Gesamtschulen und Gymnasien, die den Bedarf unseres ergänzenden LEAP Programms demonstrieren können.

Ziele

LEAP möchte Schulen im Ruhrgebiet Chancengleichheit auf kulturelle Bildung ermöglichen und kunstbasierte Sprachprogramme anbieten. Durch diese Bildungsinitiative arbeiten wir daran, dass mehr SchülerInnen und Lehrkräfte an den Ansatz der Sprachausbildung durch Kunst herangeführt werden. In Zusammenarbeit mit unseren Partnerschulen strebt das LEAP-Pilotprogramm NRW danach, ein Modell für auf Kunst basierende EFL Projekte und Lehrmethoden zu kreieren. Das LEAP-Pilotpogramm wird daraufhin auf andere deutsche Bundesländer erweitert, damit noch mehr SchülerInnen und Lehrkräfte von dem Programm profitieren können.

LEAP – Übersicht der 4 Schlüsselbereiche

I. LEAP – Film Residency

Der LEAP Film Workshop ist ein gemeinschaftlicher Workshop bei dem die SchülerInnen dazu aufgefordert werden, mit Hilfe eines selbstgeschriebenen Filmes kreativ auf ein vorgeschriebenes Thema einzugehen. Über einen Zeitraum von 5 Tagen hinweg entwickeln die SchülerInnen eine Idee, schreiben ein Drehbuch, casten Schauspieler, proben und filmen ihren eigenen Kurzfilm auf Englisch. Unter der Anleitung von und in Zusammenarbeit mit professionellen KünstlerInnen und Filmschaffenden kreieren die SchülerInnen aus ihren Ideen fünfminütige Kurzfilme.

Für SchülerInnen ist Film ein spannendes, künstlerisches Medium und seine ästhetische Sprache ein unverzichtbarer Aspekt moderner Kommunikation. Der Arbeitsprozess mit Film ist dynamisch, schnelllebig, teamorientiert und fordert die Kreativität und technischen Fähigkeiten der SchülerInnen heraus. Außerdem ermöglicht das Programm den SchülerInnen einen spielerischen Ausbau ihrer Fähigkeiten im Englisch-Hörverstehen sowie mündlichen und schriftlichen Ausdruck.

II. LEAP – Berufliche Weiterbildung

In drei Weiterbildungs-Workshops können Lehrkräfte mit der Hilfe von professionellen Teaching-Artists praktische Hilfsmittel erlernen, um Kunst in den Englischunterricht zu integrieren. Die Workshops stellen ein hilfreiches Werkzeug dar mit dem Lehrkräfte und Multiplikatoren erfolgreich kunstbasierten Englischunterricht in Ihren Klassen und Seminaren anwenden können.

Außerdem stellen die Weiterbildungs-Workshops einen wichtigen Kontext und die Einführung in die LEAP Arbeitstechnik im Voraus zu dem Filmprojekt dar. Nach dem Training werden die Lehrkräfte dazu ermutigt aktiv an dem Filmprojekt teilzunehmen. So sammeln sie ausreichend Erfahrungen, um auf Kunst basierende Strategien in ihren Unterricht einfließen zu lassen.

III. LEAP – InterACT Film Festival

Das Finale des LEAP-Pilotprojekts 2016/17 ist das InterACT Film Festival (IFF) in einem Kino in NRW, bei dem die Filme der SchülerInnen öffentlich präsentiert werden. SchülerInnen, ihre Familien, Lehrkräfte und die Öffentlichkeit sind zu der Vorführung eingeladen. Eine Schüler-Jury wird Preise in mehreren Kategorien verleihen und die Veranstaltung mündet in einer Gesprächsrunde mit dem Publikum, in der es um die Filme und deren Entstehungsprozess geht.

IV. LEAP – Digitale Materialien und Übungen

Es werden Lehrpläne erstellt, in denen die Filme der SchülerInnen als digitale Lernmittel zum Einsatz kommen. Dieses Lernmaterial steht dann Schulen in ganz Deutschland zur freien Verfügung. Sowohl am Projekt teilnehmende Lehrkräfte als auch generell interessierte Lehrkräfte können diese Hilfsmittel jederzeit verwenden.

Nächste Schritte

Falls Sie Interesse daran haben, mehr über das LEAP Programm zu erfahren und / oder Ihre Schule für das Programm registrieren möchten, werfen Sie einen Blick auf die Programmübersicht und das Registrierungsformular.

Sollten Sie noch Fragen haben, zögern Sie nicht, unser Büro zu kontaktieren. Wir freuen uns von Ihnen zu hören.

InterACT Film Festival 2015

Programm: InterACT Film Festival – IFF – 2015
Ort: Bremen
Finanzsponsoren: Rational Games Inc., Der Kinder- und Jugendbeirat Burglesum
Hauptunterstützer: Filmbüro Bremen e.V.

2015 hieß das Thema für unser Filmfestival „Futures 2050“. Bei unseren SchülerInnen sollte dieses Thema Staunen und Begeisterung hervorrufen sowie das Bewusstsein dafür stärken, dass jeder Einzelne Verantwortung für die Zukunft trägt. Denn Sozialpolitik, Industrialisierung und Wissenschaft führen rapide in eine Zukunft voller ethischer Dilemmas. Viele davon werden bald ganz vorne im Bewusstsein der Menschen sein.

Das Thema „Futures 2050“ stellte die teilnehmenden SchülerInnen vor die Herausforderung, sich mit Konflikten und Problematiken auseinanderzusetzen, mit denen sie schon heute zu tun haben. Diesen Themen sollten sie auf den Zahn fühlen, indem sie sie in einer ausgedachten Zukunft anwenden. „Futures 2050“ wollte Diskussionen und Debatten über Themen entfachen, die zwar am Horizont erkennbar aber noch nicht direkt ersichtlich sind. Das Thema stellte außerdem einen stabilen, kreativen Tummelplatz zur Verfügung, um utopische und dystopische Zukunftsvisionen einer unausweichlichen und doch formbaren Zukunft zu ergründen.

Das IFF 2015 war eine gemeinschaftliche Vergegenwärtigung der Welt wie wir sie kennen, geleitet von den Menschen, die sie in Zukunft prägen werden.

InterACT Film Festival 2014

Programm: InterACT Film Festival – IFF – 2014
Ort: Berlin-Brandenburg
Finanzsponsoren: Rational Games Inc.
Hauptunterstützer: Alex T.V., Betahaus, Rock n’ Roll Rental, Humanistischer Verband Deutschlands e.V., JuKuz ‘Gerard Philip’.

2014 untersuchten 48 SchülerInnen aus 13 Schulen und aus allen Bezirken Berlins das Thema „Territory“ mittels des Medium Film. Das IFF 2014 war eine Reihe von gemeinschaftlichen Filmworkshops. Innerhalb dieser Workshops wurden die SchülerInnen dazu aufgefordert, in vier selbstgeschriebenen Filmen kreativ auf das Thema „Territory“ einzugehen.

Über einen Zeitraum von 8 Wochen entwickelten die SchülerInnen Ideen, schrieben Drehbücher, casteten Schauspieler, probten und filmten ihre ganz eigenen Kurzfilme. Durch Workshops, Gastdozenten und einen von Teaching-Artists strukturierten kreativen Prozess hatten die SchülerInnen die Möglichkeit herauszufinden, wie ihre körperliche und geistige geografische Umgebung sie auf Micro- und Macrolevel beeinflusst.

Mit Hilfe des Projekts wollten wir die Konflikte identifizieren und erkunden, die aufkommen, wenn man mit Begriffen wie Territorium und Territorialismus konfrontiert wird. Davon ausgehend war die Fragestellung, inwieweit sich diese Konflikte in den teilnehmenden Individuen von den verschiedenen Schulen aus unterschiedlichen Nachbarschaften manifestieren. Die vier individuellen Filme sprechen Themen an, die die Gruppen als relevant für ihr eigenes Leben und ihre spezifischen Herkunftsorte erachteten.

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